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Wohnungsbrand in Recklinghausen

Ein Wohnungsbrand hat am Sonntagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr in Recklinghausen ausgelöst. © Feuerwehr Recklinghausen

Recklinghausen. Mit einem Großaufgebot an Kräften rückte die Feuerwehr am Sonntagabend zu einem Mehrfamilienhaus aus. Zwischenzeitlich schien es komplett unbewohnbar.

Ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus hat am Sonntagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr in Recklinghausen ausgelöst. Ein 60-jähriger Mann kam mit schweren Brandverletzungen und Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Ein 49-jähriger Nachbar wurde durch Rauchgas ebenfalls schwer verletzt, berichtete die Feuerwehr. Zwei weitere Bewohner wurden laut Feuerwehr leicht verletzt.

Die Feuerwehr musste Kräfte nachalarmieren, nachdem sie um 19 Uhr zu dem Brand am Westerholter Weg in der Innenstadt gerufen worden war. Als die Retter eintrafen, stand eine der Wohnungen im zweiten Obergeschoss komplett in Flammen. Schon auf der Anfahrt sahen Sie eine massive Rauchsäule über der Stadt.

Wohnungsbrand in Recklinghausen: Feuer konnte auf eine Etage begrenzt werden

„Der Treppenraum des Wohnhauses war in großen Teilen bereits verraucht. Die Bewohner befanden sich teilweise noch in ihren rauchfreien Wohnungen und hatten sich teilweise bereits ins Freie retten können“, teilte die Feuerwehr mit. Um sicherzugehen, dass sich keine Menschen mehr im Haus aufhielten, kontrollierten Feuerwehrleute die Brandwohnung und das Treppenhaus.

Insgesamt 32 Menschen sind in dem Wohnhaus gemeldet, berichtete Feuerwehrsprecher Christian Schell auf Anfrage. 15 von Ihnen wurden während des Löscheinsatzes in einem Bus der Vestischen Straßenbahnen von Personal betreut.

Nach 50 Minuten meldete die Feuerwehr den Brand „unter Kontrolle“. Anschließend seien „umfangreiche Nachlöscharbeiten“ nötig gewesen. Die Kontrolle der darüber liegenden Etagen zeigten, dass das Feuer auf das Geschoss der Brandwohnung habe begrenzt werden können, teilte die Feuerwehr mit.

DRK kümmerte sich um erschöpfte Feuerwehrleute

„Die Brandwohnung und die unmittelbar benachbarten Wohnungen sind bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar“, berichtete die Feuerwehr. Zwischenzeitlich galt diese Einschätzung offenbar für das gesamte Gebäude.

Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten insgesamt bis gegen 22 Uhr. Die Freiwillige Feuerwehr Suderwich sicherte während des Großeinsatzes den Brandschutz in der Stadt; sie hielt sich also in Bereitschaft, falls ein weiterer Einsatz notwendig geworden wäre. Wie die Feuerwehr noch hervorhob, hatten sich DRK-Kräfte während des Einsatzes um erschöpfte Feuerwehrleute gekümmert.

Zur Brandursache ermittelt die Polizei. Zur Höhe des Sachschadens gab es am Abend von der Feuerwehr keine Einschätzung.